$ \def\tr{\text{tr}} \def\diff{d} \def\medspace{\enspace} \def\mathbi{\mathbf} \def\euro{€} \def\dollar{\$} \def\textnormal{\text} \def\textrm{\text} \newcommand\norm[1]{\left\lVert{#1}\right\rVert} $

Negativzins-Wirtschaft

Die Begriffe Negativzins-Ökonomie[+] und Negativzins-Wirtschaft unterscheide ich so, wie ich Ökonomie[+] und Wirtschaft voneinander unterscheide. Mit Negativzins-Wirtschaft meine ich eine Wirtschaft, die sich infolge einer Negativzins-Ökonomie[+], also im Wesentlichen negativen Zinsen[+] auf Guthaben und bei Krediten inklusive bestimmter Vermögenssteuern entwickelt. Diese Art der Wirtschaft ist in 2021 immer noch ein vollkommen unbekannter Modus, der erst im 21. Jahrhundert geld-technisch zugänglich geworden ist, weil erst in unserer Zeit die Zentralbanken[+] und Geldsysteme in öffentlich-rechtlicher Hand sind.

Geld- und Güterströme in einer Wirtschaft infolge einer Negativzins-Ökonomie[+]. Durch die Negativzinsen wird der heterarchische, kreislaufartige Teil der Wirtschaft systematisch gestärkt.

In diesem Abschnitt gebe ich zunächst einen kurzen Überblick über die Ideengeschichte der Negativzinsen, denn die Entwicklung, die der Kapitalismus[+] zu seinem Ende hin nimmt, hat sich im Verlauf der Menschheitsgeschichte zahlreiche Male ereignet, und mindestens ebenso zahlreich sind überlieferte Zeugnisse von Ideen, wie mit der Krise umgegangen werden kann. Als Nächstes wird analysiert, welcher Reformen es in der Gegenwart bedarf, um die Entstehung von negativen Zinsen[+] bei Krediten zu ermöglichen. Von besonderem Interesse ist dabei das Prinzip der Umlaufsicherung und, für den Fall, dass das Bargeld beibehalten werden soll, die Realisierung einer geldpolitisch[+] kompatiblen Bargeldsteuer. Dann untersuche ich sehr grob einige politische Übergangserscheinungen, bevor ich mich mit der Rationalität und Vernunft negativer Zinsen beschäftige und frage, welchen Einfluss die Negativzinsen wohl auf unser Verhalten und unsere vertraglichen Beziehungen haben werden, wenn doch die Aufbewahrung von Geld, also das Sparen, systematisch bestraft und somit die Wertaufbewahrungsfunktion scheinbar geschwächt wird. Zu den spannendsten Fragen zähle ich, wie sich Führung und Mitbestimmung in Unternehmen ändern und wie sich langfristig die Eigentumsverteilung und speziell Geldvermögen entwickeln werden. Schließlich analysiere ich die Bedeutung von Börsen, an denen Unternehmensanteile gehandelt werden, die Entwicklung von Devisen und untersuche dann, inwieweit es zu einem teilweisen Rückbau der sozialstaatlichen Daseinsvorsorge kommen kann.

Die Gesetzmäßigkeiten einer Negativzins-Wirtschaft sind aus den Gesetzmäßigkeiten einer kapitalistischen Wirtschaft ableitbar, indem der kapitalistische Kausalnexus[+] zins-mechanisch umgekehrt wird.
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