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17. Mai 2017

Eigentum und Identität

In den Zeiten größtmöglichen Wandels sind die Deutschen auf der Suche nach ihrer Identität

Dabei tauchen ein paar interessante Fragen auf:

  1. Dass mit der Identität etwas Eigentümliches verbunden wird, ist vielleicht intuitiv klar, aber ist wohl möglich das Eigentum[+] ein Teil der Identität?
  2. Kann man Identität und Eigentum[+] trennen?
  3. Haben eventuell Menschen, die besonders den Verlust ihres Eigentum[+]s fürchten auch besonders Angst[+] vor dem Verlust ihrer Identität?

Die Fragen stehen vor dem Hintergrund des Prozesses der Zivilisation, der vor mindestens 6.000 Jahren mit dem SünIndenfall begann. Am Anfang, vor dem Sündenfall[+] gab es nur Gemeineigentum, das Eigentum[+] kam mit dem Sündenfall[+], und von da an war das Eigentümliche nicht mehr Teil des Gemeinsamen, sondern privat ( geraubt, von lateinisch privare rauben).

Ein steile These

Wenn wir angeblich so schlau sind, warum haben wir es immer noch nicht geschafft, die Seuche des Kapitalismus[+] zu beseitigen?

Ist es vielleicht in Wirklichkeit so, dass die meisten Leute gar nichts anderes als Kapitalismus[+] haben wollen, weil sie Angst[+] vor der größten aller möglichen Veränderungen haben?

Haben die Deutschen nicht Angst[+] vor Selbst-Bestimmung, Freiheit[+], Selbst-Werdung und letztlich Würde?

Ist es nicht in Wahrheit so, dass wir Deutschen im Mittel[+] devot, depressiv[+], obrigkeitshörig, treu, Pflicht[+]-versessen, pünktlich, sparsam, ordnungsliebend, um nicht zu sagen zwanghaft[+], also im kapitalistischen Sinne „wohlerzogen“ sind?

Wir lieben unsere Freiheit[+] nicht, und deswegen ist auch mit den Deutschen (also nicht gegen sie) keine Revolution oder gar die Einführung der Negativ-Zins[+]-Ökonomie[+] zu machen.

Die Deutschen wollen ewig weiter positive Zinsen[+] haben, auch wenn und obwohl die Welt daran zu Grunde geht.

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