$ \def\tr{\text{tr}} \def\diff{d} \def\medspace{\enspace} \def\mathbi{\mathbf} \def\euro{€} \def\dollar{\$} \def\textnormal{\text} \newcommand\norm[1]{\left\lVert{#1}\right\rVert} $
28. November 2018

E-Mail an Kollegen Fabian Scheidler

Sehr geehrter Herr Fabian Scheidler,

wir blasen in das gleiche Horn und jeder stellt die Dinge unterschiedlich dar. Ich bin Physiker und für mich ist der 2. Hauptsatz der Thermodynamik das physikalische Analogon des negativen Zinses der Natur, des „Zahns der Zeit”. Dieses Buch hier ist in 2016 entstanden. Es baut auf einem einfachen Modell des Geldsystems aus, das nicht im Widerspruch zu Realität steht und stellt damit Schlussfolgerungen an.

Ich muss noch etwas hinzufügen, um dem Pluralismus sein Recht einzuräumen. Ich nehme mal an, dass sie Luhmanns Soziale Systeme nicht gelesen haben. Ein Begriff taucht in Luhmanns Theorie immer wieder auf: Kontingenz.

Kontingent ist, was weder unmöglich noch notwendig ist.
Luhmann verwendet diesen Begriff immer wieder in unterschiedlichen Kontexten, u.a. und am prominentesten in seiner Formulierung der Bedingung der doppelten Kontingenz.

Er verwendet ihn aber auch im Zusammenhang mit unterschiedlichen Selbstbeschreibungen des Systems, wo er hinsichtlich der unüberschaubaren Literatur zur Beschreibung des Systems - Ihr und mein Werk sind ja nur einzelne Werke unter vielen - seine integrierende Wirkung entfaltet. Dabei geht es im Wesentlichen um die Deutungs- und Auslegungshoheit von Texten und um Wahrheitsansprüche unterschiedlicher Denkrichtungen und deren 'Harmonisierung'.

Es gibt unterschiedliche Beschreibungen des System, die jeweils für sich Einschränkungen von Möglichkeiten, also Notwendigkeiten des zunächst Unbestimmten sind, denn jedes Wort, jede Wortkombination, jeder Satz ist eine Bestimmung des sonst Unbestimmten. Keine dieser Beschreibungen hat das alleinige Recht, die Wahrheit exclusiv zu vertreten. Es ist möglich, die Wahrheit so zu beschreiben wie das Einzelne tun, doch notwendig ist es nicht, weil man es auch anders beschreiben kann.

Um es mathematisch zu formulieren, denn da ist es einfacher und ich kann es da auch in Beziehung setzen zu dem Elefanten, den ich im Prinzip auch schon bei Mausfeld gesehen habe, als er vom kollektiven Unbewussten spricht (Luhmann nennt das Latenz, Kapitel 8 Struktur und Zeit Abschnitt XVI in Soziale Systeme, siehe Eintrag vom 09.10.2018):

Jede Beschreibung des Systems liefert Puzzlestücke, die man mathematisch als Teilmengen der Wahrheit auffassen kann. Die absolute Wahrheit liegt im Kontingenten aller Beschreibungen, also in der logisch widerspruchsfreien Vereinigungsmenge dieser unterschiedlichen Selbstbeschreibungen des Systems.

Fabian Scheidler bei einem Vortrag über das Thema seines Buches das Ende der Megamachine.

Ich betone hier das Wort 'Selbst' in der Selbstbeschreibung, weil es keine gute Theorie geben kann, die die Rolle des Beobachters dabei ausklammert. Wir sind in dem System erzogen und sozialisiert worden und wir beschreiben es und damit einen Teil unseres Selbsts. Unsere blinden Flecken finden sich auch in unseren Selbstbeschreibungen. Wir brauchen den Nächsten, um unsere Selbstbeschreibungen gegenseitig zu ergänzen und zu komplettieren, denn der Nächste sieht die eigenen blinden Flecken nicht. Alter sieht die Flecken von Ego und Ego sieht die Flecken von Alter. Wenn sie beide darüber reden, haben sie zusammen weniger Flecken. Deswegen ist es so wichtig auf das zu hören, was Menschen außerhalb der Zivilisation zu Zivilisationsmenschen sagen, denn mit hoher Wahrscheinlichkeit enthalten die Aussagen Unbewusstes des Zivilisationsmenschen.

Um es konkret zu sagen und den blinden Fleck, die Scham, wenn man will direkt zu benennen: der Kapitalist in Reinform ist der Sparer und gespart haben wir alle, also haben wir auch alle selbst Schuld an der Entstehung der Maschine. Die Geldeliten existieren mit unserem Einverständnis, solange wir zulassen, dass die Geldmarktzinsen positiv sind, denn solange lassen wir die autopoietische Reproduktion des Kapitals zu und solange ordnen wir unsere eigene Reproduktion diesem Dienst an der Vermehrung des geltenden Toten unter.

Meine Bitte an Sie lautet daher: Lassen Sie uns zusammen die vielen Puzzlestücke zu einem großen kohärenten, logisch konsistenten und kompakten Bild der Maschine(n) zusammensetzen, damit diese über 6.000 Jahre alte Seuche mit dem neumodischen Namen Kapitalismus, nämlich der Verkauf von Verfügungsrechten an Leihkapital gegen Zins endlich ein Ende findet. Nicht weniger fordert auch Luhmann im letzten Kapitel 'Selbstreferenz und Rationalität'.

Mit freundlichen Grüßen,

Wie erst das Bewusstsein über das Diesseits das Sein im Jenseits bestimmen lässt

Marx und Engels im kommunistischen Manifest zum Bewusstsein

Auszug aus dem kommunistischen Manifest:

Vorrede engl. Ausgabe, S. 579: Die Ereignisse und Wechselfälle im Kampf gegen das Kapital, die Niederlagen noch mehr als die Siege, konnten nicht verfehlen, den Menschen die Unzulänglichkeit ihrer diversen Lieblings-Quacksalbereien zum Bewußtsein zu bringen und den Weg zu vollkommener Einsicht in die wirklichen Voraussetzungen der Emanzipation der Arbeiterklasse zu bahnen.

[...]

S.480: Bedarf es tiefer Einsicht, um zu begreifen, daß mit den Lebensverhältnissen der Menschen, mit ihren gesellschaftlichen Beziehungen, mit ihrem gesellschaftlichen Dasein, auch ihre Vorstellungen, Anschauungen und Begriffe, mit einem Worte auch ihr Bewußtsein sich ändert?

[...]

[In der Entgegnung von Kritik]: „Aber", wird man sagen, „religiöse, moralische, philosophische, politische, rechtliche Ideen usw. modifizierten sich allerdings im Lauf der geschichtlichen Entwicklung. Die Religion, die Moral, die Philosophie, die Politik, das Recht erhielten sich stets in diesem Wechsel. Es gibt zudem ewige Wahrheiten, wie Freiheit, Gerechtigkeit usw., die allen gesellschaftlichen Zuständen gemeinsam sind. Der Kommunismus aber schafft die ewigen Wahrheiten ab, er schafft die Religion ab, die Moral, statt sie neu zu gestalten, er widerspricht also allen bisherigen geschichtlichen Entwicklungen."

Worauf reduziert sich diese Anklage? Die Geschichte der ganzen bisherigen Gesellschaft bewegte sich in Klassengegensätzen, die in den verschiedenen Epochen verschieden gestaltet waren. Welche Form sie aber auch immer angenommen, die Ausbeutung des einen Teils der Gesellschaft durch den andern ist eine allen vergangenen Jahrhunderten gemeinsame Tatsache. Kein Wunder daher, daß das gesellschaftliche Bewußtsein aller Jahrhunderte, aller Mannigfaltigkeit und Verschiedenheit zum Trotz, in gewissen gemeinsamen Formen sich bewegt, in Bewußtseinsformen, die nur mit dem gänzlichen Verschwinden des Klassengegensatzes sich vollständig auflösen.

[...]

S. 492 ff: In Deutschland kämpft die Kommunistische Partei, sobald die Bourgeoisie revolutionär auftritt, gemeinsam mit der Bourgeoisie gegen die absolute Mon- archie, das feudale Grundeigentum und die Kleinbürgerei. Sie unterläßt aber keinen Augenblick, bei den Arbeitern ein möglichst klares Bewußtsein über den feindlichen Gegensatz zwischen Bourgeoisie und Proletariat herauszuarbeiten, damit die deutschen Arbeiter sogleich die gesellschaftlichen und politischen Bedingungen, welche die Bourgeoisie mit ihrer Herrschaft herbeiführen muß, als ebenso viele Waffen gegen die Bour- geoisie kehren können, damit, nach dem Sturz der reaktionäien Klassen in Deutschland, sofort der Kampf gegen die Bourgeoisie selbst beginnt.
Sie sprechen von der Bildung eines Bewusstseins. Die Gewalt ist natürlich abzulehnen.

Das Pfingsten der Zivilisation

Im neuen Testament wird die Entstehung eines kollektiven Bewusstseins (vgl. Marx und Engels im kommunistischen Manifest), das sich der wesentlichen Fakten rund um das zwischen 6.000 -13.000 Jahre alte Geldsystem bewusst ist als Pfingsten bezeichnet.

Es folgen die ersten beiden Kapitel der Apostelgeschichte des Lukas:

  1. Die erste Rede habe ich getan, lieber Theophilus, von alle dem, das Jesus anfing, beides, zu tun und zu lehren, (Lukas 1.3)
  2. bis an den Tag, da er aufgenommen ward, nachdem er den Aposteln, welche er hatte erwählt, durch den Heiligen Geist Befehl getan hatte, (Matthäus 28.19-20)
  3. welchen er sich nach seinem Leiden lebendig erzeigt hatte durch mancherlei Erweisungen, und ließ sich sehen unter ihnen vierzig Tage lang und redete mit ihnen vom Reich Gottes.
  4. Und als er sie versammelt hatte, befahl er ihnen, daß sie nicht von Jerusalem wichen, sondern warteten auf die Verheißung des Vaters, welche ihr habt gehört (sprach er) von mir; (Lukas 24.49) (Johannes 15.26)
  5. denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit dem Heiligen Geist getauft werden nicht lange nach diesen Tagen. (Matthäus 3.11)
  6. Die aber so zusammengekommen waren, fragten ihn und sprachen: HERR, wirst du auf diese Zeit wieder aufrichten das Reich Israel? (Lukas 19.11) (Lukas 24.21)
  7. Er aber sprach zu ihnen: Es gebührt euch nicht, zu wissen Zeit oder Stunde, welche der Vater seiner Macht vorbehalten hat; (Matthäus 24.36)
  8. sondern ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, welcher auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein zu Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde. (Lukas 24.48) (Apostelgeschichte 8.11)
  9. Und da er solches gesagt, ward er aufgehoben zusehends, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg. (Markus 16.19) (Lukas 24.51)
  10. Und als sie ihm nachsahen, wie er gen Himmel fuhr, siehe, da standen bei ihnen zwei Männer in weißen Kleidern, (Lukas 24.4)
  11. welche auch sagten: Ihr Männer von Galiläa, was stehet ihr und sehet gen Himmel? Dieser Jesus, welcher von euch ist aufgenommen gen Himmel, wird kommen, wie ihr ihn gesehen habt gen Himmel fahren. (Lukas 21.27)
  12. Da wandten sie um gen Jerusalem von dem Berge, der da heißt Ölberg, welcher ist nahe bei Jerusalem und liegt einen Sabbatweg davon. (Lukas 24.50) (Lukas 24.52-53)
  13. Und als sie hineinkamen, stiegen sie auf den Söller, da denn sich aufhielten Petrus und Jakobus, Johannes und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomäus und Matthäus, Jakobus, des Alphäus Sohn, und Simon Zelotes und Judas, des Jakobus Sohn. (Lukas 6.13-16)
  14. Diese alle waren stets beieinander einmütig mit Beten und Flehen samt den Weibern und Maria, der Mutter Jesus, und seinen Brüdern. (Johannes 7.3)

Ich behaupte mal, dass Jesus nicht gestorben ist, sondern mit irgendwelchen Opiaten die Tortur überstanden hat. Wie man Wolken macht wusste schon Mose. Es hat etwas mit dem Zeug, etwas das wie Puder ist, vielleicht Talkum, Kalk, Magnesium oder Calciumcarbonat, zu tun, das Hirten in ihrer Tasche tragen (Exodus Kapitel 4):

  1. Und der HERR sprach weiter zu ihm: Stecke deine Hand in deinen Busen. Und er steckte seine Hand in seinen Busen und zog sie wieder heraus; siehe, da war aussätzig wie Schnee.
  2. Und er sprach: Tue sie wieder in deinen Busen. Und er tat sie wieder in seinen Busen und zog sie heraus; siehe, da ward sie wieder wie sein anderes Fleisch.
Vielleicht haben sie Jesus irgendwie an Fäden aufgehängt und so gen Himmel fahren lassen.

Warum all das?

Die Menschen waren abergläubig und empfänglich für Suggestionen. Heute wundert es uns schon fast nicht mehr, wenn ein Magier wie von Geisterhand bewegt auf der Bühne davonschwebt. Ein Atheist sagt sich vielleicht: dafür gibt es bestimmt eine wissenschaftliche Erklärung. Ein Philosoph und Konstruktivist sagt: Wenn es gelingt den Anschein zu erzeugen, dass höhere Kräfte am Wirken sind, dann werden die Menschen schon glauben. Ein Hexenwerk ist Jesu Lehre vom Himmelreich jedenfalls nicht, doch der Reflex der kapitalistisch Konditionierten auf diese Idee ist (damals wie heute) abweisend, denn wenn man sein Leben lang an eine Lüge geglaubt hat und einem begegnet, der die Wahrheit sagt, dann wird man ihn als einen Lügner ansehen, also muss man sich irgenwie Eindruck und Aufmerksamkeit verschaffen und irgendeine Art Show abziehen.

Ich behaupte einmal, dass es demnächst ein großes Lachen und ein großes Weinen geben wird.

Die Nachwahl des zwölften Apostels

  1. Und in den Tagen trat auf Petrus unter die Jünger und sprach (es war aber eine Schar zuhauf bei hundertundzwanzig Namen): (Johannes 21.15-19)
  2. Ihr Männer und Brüder, es mußte die Schrift erfüllet werden, welche zuvor gesagt hat der Heilige Geist durch den Mund Davids von Judas, der ein Führer war derer, die Jesus fingen; (Psalm 41.10)
  3. denn er war zu uns gezählt und hatte dies Amt mit uns überkommen.
  4. Dieser hat erworben den Acker um den ungerechten Lohn und ist abgestürzt und mitten entzweigeborsten, und all sein Eingeweide ausgeschüttet. (Matthäus 27.3)
  5. Und es ist kund geworden allen, die zu Jerusalem wohnen, also daß dieser Acker genannt wird auf ihrer Sprache: Hakeldama (das ist: ein Blutacker).
  6. Denn es steht geschrieben im Psalmbuch: "Seine Behausung müsse wüst werden, und sei niemand, der darin wohne", und: "Sein Bistum empfange ein anderer."
  7. So muß nun einer unter diesen Männern, die bei uns gewesen sind die ganze Zeit über, welche der HERR Jesus unter uns ist aus und ein gegangen, (Johannes 15.27)
  8. von der Taufe des Johannes an bis auf den Tag, da er von uns genommen ist, ein Zeuge seiner Auferstehung mit uns werden.
  9. Und sie stellten zwei, Joseph, genannt Barsabas, mit dem Zunahmen Just, und Matthias,
  10. beteten und sprachen: HERR, aller Herzen Kündiger, zeige an, welchen du erwählt hast unter diesen zweien, (Apostelgeschichte 6.6)
  11. daß einer empfange diesen Dienst und Apostelamt, davon Judas abgewichen ist, daß er hinginge an seinen Ort.
  12. Und sie warfen das Los über sie, und das Los fiel auf Matthias; und er ward zugeordnet zu den elf Aposteln. (Sprüche 16.33)

Das Pfingstwunder: Das große Brausen - ein Gemurmel und Getuschel, lebhafte Konversation über die Sache von Ur den Zins

Das Pfingstwunder ist, so wie es beschrieben ist, ein Ereignis, bei dem eine Verständingung über Sprachgrenzen hinweg möglich wurde. Um es erklären zu können, müssen mit Sicherheit tiefe sprachwissenschaftliche Kenntnisse hinzugezogen werden, über die ich nicht verfüge. Es kann sich bei dem folgenden bestenfals um eine Spekulation, den Vortrag einer Ahnung handeln, um allzu wundergläubige nicht zu enttäscuhen. Ich bin sicher, dass es einschlägig gebildete besser verstehen werden die Passage auszulegen.

  1. Und als der Tag der Pfingsten erfüllt war, waren sie alle einmütig beieinander. (3. Mose 23.15)
  2. Und es geschah schnell ein Brausen vom Himmel wie eines gewaltigen Windes und erfüllte das ganze Haus, da sie saßen.
  3. Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeglichen unter ihnen; (Matthäus 3.11)
  4. und sie wurden alle voll des Heiligen Geistes und fingen an, zu predigen mit anderen Zungen, nach dem der Geist ihnen gab auszusprechen. (Apostelgeschichte 4.31) (Apostelgeschichte 10.44-46)
  5. Es waren aber Juden zu Jerusalem wohnend, die waren gottesfürchtige Männer aus allerlei Volk, das unter dem Himmel ist. (Apostelgeschichte 13.26)
  6. Da nun diese Stimme geschah, kam die Menge zusammen und wurden bestürzt; denn es hörte ein jeglicher, daß sie mit seiner Sprache redeten.
  7. Sie entsetzten sich aber alle, verwunderten sich und sprachen untereinander: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, aus Galiläa?
  8. Wie hören wir denn ein jeglicher seine Sprache, darin wir geboren sind?
  9. Parther und Meder und Elamiter, und die wir wohnen in Mesopotamien und in Judäa und Kappadozien, Pontus und Asien,
  10. Phrygien und Pamphylien, Ägypten und an den Enden von Lybien bei Kyrene und Ausländer von Rom,
  11. Juden und Judengenossen, Kreter und Araber: wir hören sie mit unsern Zungen die großen Taten Gottes reden.
  12. Sie entsetzten sich aber alle und wurden irre und sprachen einer zu dem andern: Was will das werden?
  13. Die andern aber hatten's ihren Spott und sprachen: Sie sind voll süßen Weins.
Die Menschen, die sich damals trafen waren, wie der Text sagt, Parther, Meder und Elamiter, und die wir wohnen in Mesopotamien, in Judäa und Kappadozien, Pontus und Asien, Phrygien, Pamphylien, Ägypten und an den Enden von Lybien bei Kyrene und Ausländer von Rom, Juden und Judengenossen, Kreter und Araber.

Die Pfingstpredigt des Petrus

  1. Da trat Petrus auf mit den Elfen, erhob seine Stimme und redete zu ihnen: Ihr Juden, liebe Männer, und alle, die ihr zu Jerusalem wohnet, das sei euch kundgetan, und lasset meine Worte zu euren Ohren eingehen.
  2. Denn diese sind nicht trunken, wie ihr wähnet, sintemal es ist die dritte Stunde am Tage;
  3. sondern das ist's, was durch den Propheten Joel zuvor gesagt ist:
  4. "Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, ich will ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter sollen weissagen, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen, und eure Ältesten sollen Träume haben;
  5. und auf meine Knechte und auf meine Mägde will ich in denselben Tagen von meinem Geist ausgießen, und sie sollen weissagen.
  6. Und ich will Wunder tun oben im Himmel und Zeichen unten auf Erden: Blut und Feuer und Rauchdampf;
  7. die Sonne soll sich verkehren in Finsternis und der Mond in Blut, ehe denn der große und offenbare Tag des HERRN kommt.
  8. Und soll geschehen, wer den Namen des HERRN anrufen wird, der soll selig werden."
  9. Ihr Männer von Israel, höret diese Worte: Jesum von Nazareth, den Mann, von Gott unter euch mit Taten und Wundern und Zeichen erwiesen, welche Gott durch ihn tat unter euch (wie denn auch ihr selbst wisset),
  10. denselben (nachdem er aus bedachtem Rat und Vorsehung Gottes übergeben war) habt ihr genommen durch die Hände der Ungerechten und ihn angeheftet und erwürgt. (Apostelgeschichte 4.28)
  11. Den hat Gott auferweckt, und aufgelöst die Schmerzen des Todes, wie es denn unmöglich war, daß er sollte von ihm gehalten werden.
  12. Denn David spricht von ihm: "Ich habe den HERRN allezeit vorgesetzt vor mein Angesicht; denn er ist an meiner Rechten, auf daß ich nicht bewegt werde.
  13. Darum ist mein Herz fröhlich, und meine Zunge freuet sich; denn auch mein Fleisch wird ruhen in der Hoffnung.
  14. Denn du wirst meine Seele nicht dem Tode lassen, auch nicht zugeben, daß dein Heiliger die Verwesung sehe.
  15. Du hast mir kundgetan die Wege des Lebens; du wirst mich erfüllen mit Freuden vor deinem Angesicht."
  16. Ihr Männer, liebe Brüder, lasset mich frei reden zu euch von dem Erzvater David. Er ist gestorben und begraben, und sein Grab ist bei uns bis auf diesen Tag. (1. Könige 2.10)
  17. Da er nun ein Prophet war und wußte, daß ihm Gott verheißen hatte mit einem Eide, daß die Frucht seiner Lenden sollte auf seinem Stuhl sitzen, (2. Samuel 7.12-13) (Psalm 89.4-5)
  18. hat er's zuvor gesehen und geredet von der Auferstehung Christi, daß seine Seele nicht dem Tode gelassen ist und sein Fleisch die Verwesung nicht gesehen hat.
  19. Diesen Jesus hat Gott auferweckt; des sind wir alle Zeugen.
  20. Nun er durch die Rechte Gottes erhöht ist und empfangen hat die Verheißung des Heiligen Geistes vom Vater, hat er ausgegossen dies, das ihr sehet und höret. (Johannes 15.26)
  21. Denn David ist nicht gen Himmel gefahren. Er spricht aber: "Der HERR hat gesagt zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten,
  22. bis daß ich deine Feinde lege zum Schemel deiner Füße."
  23. So wisse nun das ganze Haus Israel gewiß, daß Gott diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt, zu einem HERRN und Christus gemacht hat. (Apostelgeschichte 5.31)

Die erste Gemeinde ist neuerdings die Internet community, denn das Internet macht die Welt zu einem medialen Dorf. Zählen kann man die Apostel heute schon nicht mehr, so viele sind wir.

  1. Da sie aber das hörten, ging's ihnen durchs Herz, und fragten Petrus und die andern Apostel: Ihr Männer, was sollen wir tun? (Lukas 3.10) (Apostelgeschichte 16.30)
  2. Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße und lasse sich ein jeglicher taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes. (Lukas 24.47) (Apostelgeschichte 3.17-19)
  3. Denn euer und eurer Kinder ist diese Verheißung und aller, die ferne sind, welche Gott, unser HERR, herzurufen wird. (Joel 3.5)
  4. Auch mit vielen anderen Worten bezeugte und ermahnte er: Lasset euch erretten aus diesem verkehrten Geschlecht! (Matthäus 17.17) (Philipper 2.15)
  5. Die nun sein Wort gern annahmen, ließen sich taufen; und wurden hinzugetan an dem Tage bei dreitausend Seelen.
  6. Sie blieben aber beständig in der Apostel Lehre und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet. (Apostelgeschichte 20.7)
  7. Es kam auch alle Seelen Furcht an, und geschahen viel Wunder und Zeichen durch die Apostel.
  8. Alle aber, die gläubig waren geworden, waren beieinander und hielten alle Dinge gemein. (Apostelgeschichte 4.32-35)
  9. Ihre Güter und Habe verkauften sie und teilten sie aus unter alle, nach dem jedermann not war.
  10. Und sie waren täglich und stets beieinander einmütig im Tempel und brachen das Brot hin und her in Häusern, nahmen die Speise und lobten Gott mit Freuden und einfältigem Herzen und hatten Gnade beim ganzen Volk. Der HERR aber tat hinzu täglich, die da selig wurden, zu der Gemeinde. (Apostelgeschichte 4.4) (Apostelgeschichte 5.14) (Apostelgeschichte 6.7) (Apostelgeschichte 11.21) (Apostelgeschichte 14.1)
Ganz am Schluss steht nun die Vergemeinschaftung und gemeinsam heißt auf Lateinisch communis!

Querverweise auf 'E-Mail an Kollegen Fabian Scheidler Wie erst das Bewusstsein über das Diesseits das Sein im Jenseits bestimmen lässt'