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23. Mai 2019

70-jähriges Jubiläum des Grundgesetzes: Soziale Ungerechtigkeit, Disziplinierung, symbolische und strukturelle Gewalt

Das Schwierigste an meiner Arbeit ist, von den für die meisten Menschen relativ abstrakten Überlegungen zur Wirkung der Zinsen[+], die einerseits Guthaben sind und gegenüber den Leihnehmern (analog: Kredit-, Darlehensnehmer, Anleihe[+]nemittent, Mieter, Pächter, Lizenznehmer, usw.) andererseits als Forderungen erscheinen, auf die konkreten, überall beobachtbaren Formen der sich als psychische[+] Gewalt darstellenden monetären Zwänge[+] zu schließen und also den Kausalzusammenhang herzustellen.

Dass der Kapitalismus[+] ein System eigentums-strukureller Gewalt erzeugt, ist offensichtlich. Es im Detail zu erklären und nachzuweisen ist die Aufgabe.

Das Produkt der Finanz„wirtschaft“ sind Forderungen. Die Zins[+]schulden auf der Aktivseite der Bank[+] sind im juristischen Sinn Zwänge[+], die sich über das Marktnetzwerk in Form von Störungen der Preisbildung ausbreiten und unsere kapitalistische Sozialisation bewirken.

In der Frage der Erklärung, wie es in der die Gewalt verachtenden westlichen Zivilisation im 20. Jahrhundert zu den „serienmäßigen“ Exzessen physischer[+] Gewalt kommen konnte, erscheinen mildere Formen psychischer[+] Gewalt und Zwänge[+], die unter den Begriffen Disziplinierung (vgl. auch Eintrag vom 19.10.2017), symbolische und strukturelle Gewalt geläufig sind.

Johannes Müller-Salo trägt in Bezug auf das friedliche Selbstbild des Westens Folgendes vor.

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