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16. Juli 2021

Defekte Vernunft oder falsche Werte?

Erneut mache ich Werbung für den Konsums eines meiner Videos auf meinem YouTube Kanal. Hier geht es mir nun um die liebe Vernunft[+], um finanzierte und hergestellte Mittel[+] und zivilisatorische Zwecke[+].

Wenn wir Kant lesen, dann verstehen wir, dass wir uns weit, weit vom kategorischen Imperativ entfernt haben

„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, daß sie ein allgemeines Gesetz werde.“
Quelle: freidenker.cc

... denn wir sind kein Vorbild für die Welt. Unsere Lebensart ist kein Exportmodell. Die Erde würde den ökologischen Tod sterben, würden alle Menschen so leben wie wir.

Wir haben alle Lebewesen in die Kategorien nützlich[+] und schädlich unterteilt. Wir sprechen in diesem Zusammenhang von Nutztieren, Nutzpflanzen und im Allgemeinen von Nutzwesen. Auf den Feldern bekämpfen wir Schädlinge mit Pestiziden. Der Borkenkäfer ist ein Schädling. Auch manche Menschen werden von Menschenhassern als 'Schädlinge' bezeichnet. So hört man im Politischen aus dem Munde rechter Parteien das Wort 'Volksschädling' - aus genau der gleichen Ideologie heraus, nach der Lebewesen in Nutzwesen und Schadwesen unterteilt werden.

Auch wir Menschen benutzen uns im Kapitalismus[+]. 90% der Erwerbstätigen sind nicht selbständig beschäftigt und werden von einer kleinen Minderheit von gerade einmal 4,3 Millionen Menschen geführt. Linke[+] Politiker sprechen von Ausbeutung und von Machtmissbrauch. Der Mensch benutzt den Menschen.

Die Kant'sche Selbstzweckformel lautet:

„Handle so, daß du die Menschheit sowohl in deiner Person, als in der Person eines jeden andern jederzeit zugleich als Zweck[+], niemals bloß als Mittel[+] brauchest.“
Quelle: freidenker.cc

Lebewesen inklusive Menschen sind uns Mittel[+] zu immer noch kapitalistischen Zwecke[+]n. Die Eidesformel des deutschen Bundespräsidenten, Bundeskanzlers und der Bundesminister nach Art. 56 (und Art. 64) Grundgesetz lautet:

„Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen[+] mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflicht[+]en gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.“

Vernünftige Mittel[+] sind jene, die einen kleineren Wert haben als der damit erreichbare Zweck[+]. Vernünftige Zwecke[+] haben einen größeren Wert als die zu ihrer Erreichung eingesetzten Mittel[+]. Der sogenannte Nutzen[+] ist die Differenz der Werte von Mittel[+]n und Zwecke[+]n. So kann ich den messbaren Vernunft[+]begriff zusammenfassen, der trotz seiner Aufzucht durch den Kapitalismus[+] dringend überleben muss.

Mittel[+] und Zwecke[+] stehen genau dann in einer vernünftige[+] Relation zueinander, wenn der Wert des Mittel[+]s geringer ist als der Wert des Zweck[+]s.

Was ist nun aber das Problem mit unserer Vernunft[+]? Ich will hier aufzeigen, dass nicht unsere Vernunft[+] das Problem ist, sondern die Werte von Mittel[+]n und Zwecke[+]n. Werte werden nämlich in Geld gemessen. Sie sind das Ergebnis der Preisbildung[+] in kapitalistischen Marktwirtschaft[+]en. Diese Preisbildung[+] ist gestört durch das Phänomen, das Adam Smith als „Unsichtbare Hand“ bezeichnet hat. Ergebnis: Das Fleisch und die Kohle sind zu billig! In den Preisen sind die Kosten für die Bewältigung der Konsumfolgen nicht eingerechnet.

Eine Analyse.

Anmerkung: Das Video ist vom Umfang her eine Zumutung. Es bietet jedoch eine gründliche Analyse, nach der man erkennt, was für einem Wahnsinn wir unterlegen waren oder noch sind.
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