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08. September 2021

Zwei Aufrufe und ein Kommentar dazu, sich mit den Grundlagen der Ökonomie zu beschäftigen

Ich bewerbe hier einige Artikel von mir, die sich auf die zentrale Entscheidung konzentriert, vor der wir stehen: Soll die Zentralverwaltung den überlebensnotwendigen Wandel bewirken oder wird es zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte eine antikapitalistische Marktwirtschaft[+] auf der Grundlage von Negativzinskrediten sein, die den Wandel durchführt und letztendlich bewirkt? Das ist unsere Entscheidung.

Eigentumsverteilung

Liebe GenossInnen,

sicher ist es schön, dass die SPD die Wahl wahrscheinlich gewinnen wird. Olaf wird Kanzler, die SPD regiert und alles wird gut.

Wirklich?

Wir wissen es alle: Olaf steht dem ökonomisch rechten und "eigentumskonservativen[+]" Flügel unserer Partei näher. Die Ambitionen dieser Kräfte gehen eindeutig auf den Erhalt der Macht des Eigentum[+]s. Nur sehr zähneknirschend bekennt sich Olaf zum Beschluss gegen die "Ausschließeritis nach links". Wollen wir wirklich weiter eine GroKo haben oder eine Deutschlandkoalition? Brrrr.... Und: können wir es uns leisten, nicht den Weg einzuschlagen, den die notwendige Anpassung an den Klimawandel und die Grünen uns vorgeben? Viele glauben: Man kann nicht beides haben, sozialen und ökologischen Wandel. Das eine ginge nur zulasten des anderen.

Doch ist das wirklich so?

Ich sage Euch: Wandel hin zu sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit sind gleichzeitig möglich. Allerdings müssen wir definitiv Hand an das Eigentum[+] der Starken legen und umverteilen. Es braucht irgendeine Form der Vermögensbesteuerung und (umgekehrt) kann es keine positiven Zinsen[+] mehr geben, weil ja positive Zinsen[+] so etwas sind wie eine negative Steuer auf Geld, also eine Art systematische "Subvention" des Geldes. Das System heißt Kapitalismus[+]. Die Zinsen[+] der Sparer wurden durch die Arbeit der Kreditnehmer getilgt.

Doch der Kapitalismus[+] ist bekanntermaßen nicht mehr, denn der Zins[+]mechanismus ist stillgelegt!

Die Negativzinsen hingegen sind eine marktwirtschaftliche[+] Form der Vermögensbesteuerung. Negativzinsen werden auf alle Guthaben erhoben und über Kredite mit negativem Zins[+] umverteilt.

Wir sollten uns fragen, welche Teile in unserer Partei sich zusammen mit Olaf Scholz dagegen wehren, dass endlich die negativen Kreditzinsen kommen, denn diese Leute sind verantwortlich für den Stillstand beim Wandel in Richtung soziale und ökologische Nachhaltigkeit. Wir sollten darauf achten, dass eine SPD-geführte Regierung in jedem Fall an das gebunden ist, was die Partei beschließt und dass nicht der rechts-konservative[+] Flügel (incl. der Seeheimer Kreis) ähnlich wie damals unter der Regierung Schröder nur "kapitalophile" Reformen zulässt.

Ich sage Euch: Marktwirtschaft[+] geht auch sozial, aber nur mit negativen Zinsen[+] auf Guthaben und natürlich auch bei Krediten!

Als Beispiel der Art von Gesetzen, auf die es meiner Auffassung nach in Zukunft ankommt, schlage ich Euch dieses vor, Eintrag vom 14.07.2021 und bitte Euch um eine Stellungnahme.

Lasst Euch nicht von dem reißerischen Titelbild täuschen. Die 50 % der zur Miete Wohnenden dieses Landes leiden am "Investitions- und Verwertungsterror" der ökonomisch Starken durch Gentrifizierung, Entwohnung, Sanierungskündigungen, usw. Negativzinsen drehen den Spieß um und verteilen endlich von Reich nach Fleißig um. Löhne werden dadurch steigen, Mieten und Steuersätze sinken.

Ich bitte Euch daher: Beschäftigt Euch bitte möglichst unabhängig voneinander mit der Struktur und Funktionsweise unseres Geld- und Finanzsystems, mit dem Zins[+]fluss, dem Zins[+]vorzeichen bei allen Arten Zinsen[+], also Geldmarktzinsen, Mietzinsen[+], Pachtzinsen[+], Lizenz-, Leih- und Nutzungsgebühren im Allgemeinen.

Über mich: Ich bin ordentliches SPD Mitglied im Ortsverband Dossenheim bei Heidelberg, Physiker von Beruf und untersuche seit fast 7 Jahren die Wirkzusammenhänge („Kausalnexi[+]”) positiver Zinsen[+].

Glück auf!

Weiter lesen: 23.04.2021, 12.09.2020, 11.01.2020.

Bitte eintreten, denn gute und wichtige Arbeit braucht politische Anwälte und eine Lobby!

Marktwirtschaft vs. Sozialismus: Wie koordiniert man den Schwarm unter einer Negativzins-Ökonomie? Wie geht antikapitalistische Marktwirtschaft?

SPD wählen heißt sicher nicht für den Staats- oder Realsozialismus[+] (Zentralverwaltungswirtschaft[+], Planwirtschaft[+]) zu stimmen, denn dafür sind die die Marktwirtschaft[+] befürwortenden, grundgesetzkonformen Kräfte in der Partei zu stark. Zudem wäre eine Zentralverwaltung angesichts der vielen, vielen Baustellen (u.a. Pflege, Rente, Löhne, Mieten, Digitalisierung der Verwaltung, Energiewende, Verkehrswende, Agrarwende und so weiter) völlig überfordert.

Doch die Leute glauben eben, dass die Marktwirtschaft[+] es nicht richten kann, weil sie nur eine kapitalistische Marktwirtschaft[+] kennen. Und sie haben recht: eine kapitalistische Marktwirtschaft[+] kann diese Probleme nicht mehr lösen!

Wir stehen nun aber zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte vor der Realisierung einer antikapitalistischen Marktwirtschaft[+], denn die Zinsen[+] werden weiter ins Negative absinken. Die Entstehung negativer Kreditzinsen ist absehbar. Daher bitte ich Euch dringend, denn Sozialismus[+] funktioniert auf Dauer nicht: Es will zunächst verstanden sein, warum die kapitalistische Marktwirtschaft[+] versagt hat, bevor man die Marktwirtschaft[+] im Ganzen abschafft!

Aus meiner Sicht, und die habe ich in den letzten 7 Jahren fundamental begründet, ist es das Phänomen der Unsichtbaren Hand, welches zwar zur einer Aufhäufung von Vermögen in der Hand von Wenigen führt und den Währungsraum insgesamt bereichert, doch auch eben Massenarmut, die vor allem durch existenzielle Freiheitseinschränkungen[+] und Zwänge[+]n gekennzeichnet ist, das die kapitalistische Marktwirtschaft[+] versagen lässt.

Die Unsichtbare Hand ist dargestellt in der unterschwelligen Manipulation der Marktpreise durch die positiven Zinsen[+]. Sie bewirkt, dass über die Märkte Geld immer dorthin fließt, wo schon welches ist. Um es durch eine Analogie[+] auszudrücken, bewirkt der positive Zins[+] so etwas wie eine "künstliche Gravitation[+] des Geldes auf sich selbst", sodass es sich in der Hand derjenigen konzentriert, die schon welches haben und jenen weggenommen wird, die keines haben und nur vom Verkauf ihrer Arbeitskraft leben.

Das grausame Spiel ist viel zu lange gegangen, die Menschen sind erschöpft.

Da jetzt aber die Zinsen[+] negativ werden, dann kann die Marktwirtschaft[+] so funktionieren, wie wir das von unserer Erbanlage her eigentlich erwarten, denn in der Natur sind die Zinsen[+] negativ und fließen von allen geordneten Strukturen weg hin zum arbeitenden, stoffwechselnden Lebendigen.

Es ist Zeit, die Marktwirtschaft[+] zu hinterfragen und sie angesichts der historischen Situation neu zu denken. Ich gebe in folgenden Artikeln einen kurzen Einstieg in diese wichtige Diskussion: 01.09.2021, 12.08.2021, 30.06.2021, 03.06.2021, 11.05.2021, 15.02.2021, 02.12.2020, 13.12.2019, 08.09.2019.

Glück auf!

Kommentar bei energiezukunft.eu

Mein Kommentar bei energiezukunft.eu, denn die Kapitalisten sitzen wirklich überall!

(Zitat)

Was ist denn dagegen einzuwenden, dass die Zentralbank[+] mit ihrer Geldpolitik[+] bewirkt, dass die Kreditzinsen negativ werden? Soll der Wandel in Richtung Nachhaltigkeit durch neue Schulden von zukünftigen Generationen gezahlt werden oder soll man nicht besser das Geld von denjenigen nehmen, die es jetzt bereits haben? Die Deutschen haben über 7 Billionen € aufgrund der positiven Zinsen[+] sehr ungleich und unfair private Geldvermögen, die größtenteils nur auf Konten herumliegen. Die 2,3 Billionen € Staatsverschuldung sind gering dagegen. Negativzinsen bringen dieses Geld in Bewegung.

Bedenken Sie: wenn im ganzen Land flächendeckend Kredite mit negativem Zins[+] verfügbar werden, dann können dezentral Häuser energetisch saniert werden (Fassadendämmung, Umwälzpumpen, Solarthermie + Photovoltaic auf das Dach, etc.), ohne dass der Wandel den Mietern wehtut. Löhne können und werden steigen, so wie das Steueraufkommen, sodass nicht nur Schulden getilgt, sondern sogar Steuern gesenkt werden können. Die Inflation wird negativ, sodass die Kaufkraft von Renten und Pensionen steigt.

Ich habe hier am 01.09.2021 meine Argumente detaillierter aufgeschrieben. In diesem Artikel vom 14.07.2021 unterbreite ich einen Gesetzesvorschlag, mit dem man die Immobilienpreise und die Mieten senken kann, ohne weitere Flächen zu versiegeln!

Überdenken Sie bitte Ihre Position zur Geldpolitik[+] der EZB[+] und machen Sie sich bitte die disjunkten Kausalnexi[+] positiver und negativer Zinsen[+] bewusst, denn die Negativzinsen sind ja schon längst da.

Mit freundlichen Grüßen

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