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16. September 2021

Indoktrination, Framing und Manipulation in den Sozialen Medien einen Tag nach dem Internationalen Tag der Demokratie

Einen Tag nach dem Internationalen Tag der Demokratie mache ich erneut aufmerksam auf die verdunkelnde Bedrohung, die von orthodox ökononomisch verbildeten Menschen in der derzeitigen Phase des kapitalistischen Prozesses ausgeht und gebe ein Beispiel aus dem realen Leben, vgl. Einträge vom 17.09.2019, 25.02.2019, 26.07.2017, 10.09.2018 und 01.02.2021. Ich habe den folgenden Beitrag in der Gruppe Unsere Neue SPD geteilt. Als ich die Grafiken hinzufügte, haben Admins den Beitrag wegzensiert.

Das Profilbild der FB Gruppe Unsere Neue SPD.

Maßgeblich verantwortlich dafür sind der Anwalt Immo Moshagen und Harry Assenmacher, die sich interessanterweise beide sehr gut mit dem Geld-, Finanz- und Rechtssystem auskennen. Ich kenne beide schon aus früheren Diskussionen und musste sie schon oft blockieren, weil sie Lügen über unser Geld- und Finanzsystem verbreiten. Es drängt sich der Eindruck auf, als benutzten sie die Facebook-Gruppe, um die Parteibasis der SPD zu framen und eine Diskussion über unser tödlich verwundetes Geldsystem zu unterdrücken!

Der "IM Moshagen" engagiert sich bei der SPD Helmstedt. Ich habe ein regelrechtes Archiv der Facebook Diskussionen mit dem Herren angelegt, an dem erkennbar ist, dass ihm sehr daran gelegen ist, das Thema 'Zins' in der Kommunikation auszusparen.

Nun zu meinem Beitrag.

Eine Frage an die geballte Sachkompetenz

Die meisten von uns werden Post von ihrer Bank bekommen haben, dass sie bitte in Zukunft sogenannte 'Verwahrentgelte' auf ihre Guthaben akzeptieren mögen, wenn diese eine bestimmte Grenze übersteigen. Gerade bei ärmeren Menschen ist die Angst vor dem weiteren Absinken der Freigrenze von derzeit 50.000 €, bei fallender Tendenz, oberflächlich betrachtet verständlich. Bei genauerer Betrachtung ist diese Angst jedoch eine Illusion, um die es jetzt hier aber im Moment nicht geht.

Mich interessiert etwas anderes. Es sind zwar die Guthabenzinsen negativ, doch ich vermisse immer noch negative Kreditzinsen, mit denen viele Probleme gelöst werden könnten.

Viele Sachkundige des Finanzsystems wissen, dass die Zentralbank für die Einlagen von Sparern sogenannte 'Strafzinsen' von den Geschäftsbanken verlangt. Technisch werden die Strafzinsen als "negative Einlagefazilität" bezeichnet, wobei die Einlagefazilität zu einem der drei Leitzinssätze gehört. Aus Sicht der Geschäftsbanken hat sich das Passivgeschäft verkehrt, denn wenn ihnen Sparer heute Geld bringen, dann müssen sie für diese Guthaben nun an die Zentralbank Strafzinsen zahlen, statt dass sie von der Zentralbank für die Einlage der Guthaben Zinsen (positive Einlagefazilität) bekommen.

Im Laufe der letzten Jahre seit 2013 sind daher die Geschäftsbanken zunehmend gezwungen, die Belastung, die ihnen aufgrund der negativen Einlagefazilität durch Kundeneinlagen entsteht, an die Eigentümer der Guthaben weiterzuleiten, sodass eben besagte Verwahrentgelte entstehen.

Nun könnten doch aber die Geschäftsbanken die Strafzinszahlungen an die Zentralbank einfach dadurch vermeiden, dass sie die Kundeneinlagen eben nicht bei der Zentralbank anlegen, sondern diese auf die Aktivseite durchreichen und als Kredite mit Zinsen oberhalb der negativen Einlagefazilität an den Privatsektor herausgeben oder davon (Staats-) Anleihen mit geringer negativer Rendite kaufen. Auf diese Weise entstünden Kredite, Darlehen und Anleihen mit negativem Zins.

Nun zu meiner Frage. Es kann ja nicht gesagt werden, dass es dieser Kredite mit negativem Zins nicht bedürfe, wenn ich z.b. an die sehr wünschenswerte Erhöhung der Wohneigentumsquote denke, an das Mietenproblem und eben auch an jene, die sich selbstständig machen wollen, um aus der großen Klasse der 38 Millionen nicht selbständig Erwerbstätigen in die Klasse der 4 Millionen Selbständigen zu wechseln.

Grafiken: Seitenkopien aus Joseph Schumpeter, 'Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung', 1912.
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